Zum Hörbuch "RÜDENMÄSSIG LEBEN" von Lothar Berg
Gewalt ist ein natürlicher Teil des Menschen. Schließlich existiert er nur über die Gewalt und predigt erst dann Gewaltfreiheit, wenn ihn die Angst erfasst, die gewonnene Sicherheit zu verlieren ... ohne Rücksicht darauf, was das für andere Menschen für Konsequenzen hat.
Lothar Berg


Der Autor Lothar Berg positioniert sich neutral zur Gewalt, um aus dieser Haltung heraus eine intensivere Nuancierung der Verknüpfungen zwischen Gewalt und dem alltäglichen Dasein deutlich zu machen.

In seinen Geschichten verstecken sich vielschichtige Provokationen, Erklärungen und Auswege zum Thema verbaler und körperlicher Gewalt. Mit der Erweiterung seiner Arbeit um Liedertexte, eher lyrischer, lebensnaher Shortstories, eröffnet sich eine weitere, brachliegende Saite der Gefühlswelten, die zum Klingen gebracht wird.

Die musikalische Interpretation, hier literarischer Rock, von Lothar Bergs Werken, ist nicht nur eine Kombination aus brachialer Prosa und pulsierender Musik, sondern zudem ein erweiteter, emotionaler Zugang zum Thema Gewalt, über die Ausdrucksform des Textes und der musikalischen Dynamik. Die Verknüpfung von Wort und Klang verschmilzt in diesem Zyklus zu einer provozierenden Einheit, die unabänderlich zum Nachdenken und zum Dialog zwingt.

Lothar Berg wollte bereits vor Jahren unbedingt die "Voice of Steel" Steve Seitz für das Projekt gewinnen, der sich aber zu der Zeit nicht vorstellen konnte, "deutsche Texte" zu singen. Der Autor war überzeugt von seiner Besetzungsidee und blieb dran. 2008 setzten sich endlich beide zusammen und Steve Seitz stimmte nach nur einem halbstündigen Studium der vorgelegten Texte zu.

Mit dem Produzentenduo Carsten Lengnick und Christoph Rinnert vom "Headroom Studio" die das Potential des Projektes erkannten, fanden Seitz und Berg die notwendige Unterstützung.

Für die Studioaufnahmen konnten namhafte Musiker hinzugezogen werden, die sich an diesem außergewöhnlichen Vorhaben beteiligten:

Steve Seitz (voc, git)
Gery Schmalzl (git)
Johannes Gebauer (drums)
Torsten Schulz (bass)

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